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DARSTELLENDES SPIEL AM MUSGYM SALZBURG

An Österreichs Schulen kommt das Theater leider viel zu kurz. Besonders heute, wo das Zeitkorsett auch für Kinder und Jugendliche immer enger und das „Funktionieren“ immer zwingender wird, kann das Aufsuchen und Erforschen individueller und gemeinsamer Spielräume und deren kreativer Gestaltung umso beglückender sein:
• Erfahren, dass man Körper und Stimme hat, anstatt sich zu verstecken
• Aus sich „herausgehen“, in eine Rolle „hineinschlüpfen“, sich behaupten und „in Szene setzen“, dem Spielpartner Raum und Aufmerksamkeit geben
• Zusammen spielen, d.h. den Mitspieler gut aussehen lassen, sich in der Gruppe einbringen, wohlwollender Zuschauer und kritischer Beobachter sein, voneinander lernen und das Eigene dennoch nicht aus den Augen verlieren
• Sich lustvoll und ohne Notendruck ausprobieren und neu erfinden

 UNTERSTUFE
Darstellendes Spiel wird am Musischen Gymnasium in der Unterstufe als Alternativer Pflichtgegenstand mit zwei Wochenstunden geführt und kann alternativ zu Musik, Tanz, Kreativem Schreiben und Bildnerischem Gestalten gewählt werden.
Ab dem zweiten Semester arbeiten die verschiedenen Unterstufengruppen an einem gemeinsamen Stück oder Thema und präsentieren ihre Ergebnisse in einer gemeinsamen Aufführung im Mai oder Juni im Festsaal der Schule. Unter den jüngsten Projekten sind: „Götterspeisen – Ovid nach Art des Hauses“, „Die Insel der besonderen Kinder“ (nach dem Roman von Ransom Riggs), „Alice im Wunderland“ (nach Lewis Carroll) und das experimentelle Stück „macht schule theater“.

OBERSTUFE
Als Fortführung wird in der Oberstufe der Alternative Pflichtgegenstand Darstellendes Spiel mit drei (9. und 10. Schulstufe) bzw. viereinhalb (11. und 12. Schulstufe) Wochenstunden klassenübergreifend angeboten. Darstellendes Spiel ist ein maturabler Gegenstand (schriftlich und mündlich). Ziel ist alljährlich die Aufführung eines Werks der klassischen oder modernen Literatur, so etwa „Der Zauberberg“ (nach Thomas Mann).



 

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